Page 1 of 1

Mindbody-Diskussion

PostPosted: Tue Jan 06, 2015 2:12 pm
by lisa2014
Hallo,

im englischsprachigen Teil gibt es unter der Rubrik "success stories" derzeit eine aktive Diskussion um das sog. Mindbody-Thema. Ich habe mir vor kurzem auch ein Buch von J. Sarno gekauft.

Nun würde es mich interessieren, was Ihr darüber denkt. Hat unsere Persönlichkeit einen Anteil an unseren Schmerzen bzw. an unserem Schmerzempfinden? Kennt Ihr Sarnos Theorien über die unterbewussten Emotionen? Könnt Ihr seine Aussagen für Euch nachvollziehen?

Natürlich gibt es auch weitere Autoren, die zu dem Mindbody-Thema veröffentlicht haben.

Re: Mindbody-Diskussion

PostPosted: Thu Jan 08, 2015 9:17 pm
by leila
Hallo,

habe ehrlich gesagt keine Vorstellung von diesem Konzept.
Bedeutet das letztlich sowas wie Psychosomatik? Also, dass Körper und Psyche nicht voneinander trennbar sind und somit alles irgendwie wechselseitig Einfluss aufeinander hat?
Oder ist das noch was anderes?

Ich meine, ich finde es irgendwie logisch, dass insgesamt sensiblere Menschen Schmerzen wahrscheinlich anders oder auch intensiver wahrnehmen als "raubeinige" Typen.
Und dass jemand der eher zu Ängsten oder Depressionen neigt Schmerzen und körperliche Erkrankungen anders bewertet und somit dann wahrscheinlich auch anders wahrnimmt ist ja auch noch eine weitere Komponente.
Dazu kommen dann noch die Mechanismen zur Problembewältigung, die jeder Mensch zu Verfügung hat.
Wobei meines Erachtens damit letztlich die Schmerzwahrnehmung und auch der Umgang mit Schmerz somit wohl auf allen Faktoren, die eine Persönlichkeit so prägen beruhen: also genetischen, früher Bindung, sozialem Umfeld, etc.

LG, leila

Re: Mindbody-Diskussion

PostPosted: Fri Jan 09, 2015 9:38 pm
by lisa2014
Es geht bei diesem Konzept - stark vereinfacht - darum, dass (unterdrückte) negative Emotionen zu Muskelanspannungen führt. Diese Anspannungen wiederum lösen dann die Schmerzen aus. Es geht also nicht so sehr darum, dass Schmerzen unterschiedlich stark von verschiedenen Persönlichkeitstypen wahrgenommen werden, sondern darum, dass negative Emotionen zu Anspannung und Schmerz führen.
Ich finde das ganz interessant. Ob man das nun mit dem negativ besetzten Wort der "Psychosomatik" gleichsetzen kann, das denke ich schon. Aber wirklich nur im weitesten Sinne.

Jedenfalls würde ich gerne wissen, wie das bei Euch ist. Machen Emotionen Schmerzen??? Geht das? Ist da etwas dran. Ich bin ja gerade erst dabei das Buch zu lesen und kann daher sicherlich das Konzept nicht richtig wiedergeben. Aber ich finde den Grundgedanken sehr interessant. Denn ich merke schon, dass ich manchmal unter Stress und Anspannung oder auch Angst oder anderen negativen Emotionen höhere Schmerzen habe als sonst. Wie gesagt, es geht nicht darum, dass man sich irgendetwas einbildet, sondern um eine tatsächlich wahrnehmbare köperliche Reaktion. Nämlich um den Muskeltonus.

Was meint Ihr??

Re: Mindbody-Diskussion

PostPosted: Sat Jan 10, 2015 10:45 pm
by leila
Ah, ok :-)

Ich kenne das, das Stress zu Muskelverspannunungen und Schmerzen führen kann. Speziell im Nacken merke ich das stark.
Die Pudendusprobleme werden bei mir nicht stärker oder geringer, wenn ich gestresster oder auch weniger gestresst bin. Das ändert sich nur durch bestimmte Körperhaltungen.
Ich weiß nicht wieso das so ist. Und erklären konnte mir das bisher auch keiner. Geschweige denn, dass mir irgendein Arzt geglaubt hätte, dass es da keinen Zusammenhang gibt. Denn die gängige Lehrmeinung ist halt eine andere.
Habe mich schon öfter gefragt, ob bei mir deshalb die ganze Bearbeitung der Muskeln, Bindegewebe, etc nichts bringt, weil das Problem einfach nicht durch Verspannungen, Verkürzungen verursacht ist.
Keine Ahnung.

Lg, leila

Re: Mindbody-Diskussion

PostPosted: Sun Dec 17, 2017 1:30 pm
by megi69
hallo!

gibt es dazu ein update von eurer seite... wie gehts euch mittlerweile? ist ja schon einig zeit vergangen.

finde diesen ansatz äußerst wichtig und ich selbst glaube, dadurch zu meiner heilung zu kommen, kommen zu können.

lg, megi